Gesellschaftlicher Zusammenhalt während Corona

Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland, die ganze Welt erlebt gerade noch nie da Gewesenes und sieht gewaltigen Herausforderungen entgehen. Solidarität in Form von Soforthilfen ist zwingend erforderlich. Das ist Konsens über Parteigrenzen aller demokratischen Parteien hinweg.

Doch auch unser Miteinander verändert sich gerade massiv. Die aktuelle Situation bringt längst vergessen geglaubte Facetten des zwischenmenschlichen Zusammenlebens zum Vorschein und ich bin ehrlich überwältigt von dem Maß an Solidarität und Zusammenhalt, welches aktuell sichtbar wird.

Sollten Sie Probleme haben, nicht mehr weiter wissen, können Sie in den häufig gestellten Fragen an die Regierung schauen: https://www.regierung-mv.de/service/Corona-FAQs/. Alle wichtigen Telefonhotlines des Landes finden Sie unter https://www.regierung-mv.de/service/Hotlines-Corona/.

Das Corona-Bürgertelefon des Landkreises erreichen Sie unter 03843 / 755 6 9999. Weitere Hinweise des Landkreises finden Sie hier: https://www.landkreis-rostock.de/landkreis/aktuelles/news/2020/maerz/coronavirus-2.html.

Das ZDF hat hier einige wichtige Rufnummern für Sie gesammelt: https://www.facebook.com/ZDFkultur/photos/a.206266836072985/3224988394200799/?type=3&theater.

Ebenso möchte ich auf die Corona-Hilfe Facebook-Gruppe für den Landkreis Rostock hinweisen: https://www.facebook.com/groups/892380274544957/.

Hinweise für Mieter, Eltern und Hartz-IV-Empfänger hat die SVZ für Sie hier zusammengestellt: https://www.svz.de/deutschland-welt/politik/Diese-Hilfen-erhalten-Mieter-Eltern-Hartz-IV-Empfaenger-in-Corona-Krise-id27836947.html

Darüber hinaus sind meine Mitarbeiter des Bürgerbüros wie gewohnt telefonisch und per WhatsApp für Sie unter 0151 – 20 20 16 58 erreichbar.

 

Und weil Musik, Humor und gute Laune diese Tage unglaublich wertvoll sind, habe ich abschließend weiter unten noch einen Tipp für Sie geteilt, wie Sie auch zuhause etwas Sport treiben können.

 

Vielen Dank für Ihre Solidarität und viele Grüße,

Ihr Dirk Stamer

 

Tipps für die Zeit zuhause mit Kindern

Viele von uns müssen aufgrund der aktuellen Situation ganz zuhause bleiben oder in Kurzarbeit gehen. Diese Umstellung bringt natürlich einige Herausforderungen mit sich. Ich denke jedoch, dass Herausforderungen viel mehr Chancen als Probleme sind. Damit auch Sie die Zeit zuhause mit ihren Liebsten möglichst gut verbringen können, habe ich mich für Sie auf die Suche begeben und hier ein paar Tipps gesammelt.

 

Tipps für Eltern vom Sozialministerium finden Sie auf der Seite https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/Service/Corona/Tipps/ .

Das Landwirtschaftsministerium hat unter https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/lm/Umwelt/Nachhaltige-Entwicklung/Umweltbildung/Kinderbeschäftigung/ Ideen zur Umweltbildung für Kinder gesammelt.

Wenn Sie mit Ihren Kindern selbst eine einfache Lavalampe basteln wollen, können Sie dieses Video schauen https://www.youtube.com/watch?v=9HBPfahlzaI. Noch mehr Experimente stellt das Helmholtz-Institut unter https://www.helmholtz.de/experiment bereit.

Wer sich einmal durch die Tiefsee scrollen möchte kann das auf dieser Seite: https://neal.fun/deep-sea/ (Seite auf Englisch).

Aktuelle Informationen zu Corona und Schließungen sind auf der Homepage der GEW unter https://www.gew-mv.de/corona/ gesammelt.


Mein Tipp, wie Sie die Zeit mit Ihren Kindern am besten verbringen: Genießen Sie das schöne Frühlingswetter draußen in der Natur. Spielen Sie verstecken im Wald (Achtung: Gerade ist Bärlauch-Saison :)) und bauen Sie Burgen am Strand – alles natürlich mit 2m Sicherheitsabstand zu Fremden.

Mein Fundstück der Woche zeigt, wie Sie die Tagesstruktur mit Ihrem Kind planen und visualisieren können. Gestalten Sie dazu gemeinsam eine Uhr mit Zeitbereichen und Aktivitäts-Symbolen. Das könnte beispielsweise so aussehen:

 

Schnelle Hilfe für Soloselbständige, Kleinst- und Kleinunternehmen

Die Soforthilfen für Kleinst- und Kleinunternehmen in unserem Land können ab heute (25.03.2020) beim Landesförderinstitut MV beantragt werden. Das Kabinett hatte zuvor ein Hilfspaket von 1,1 Mrd. Euro gepackt. Dazu erklärt MdL Dirk Stamer:

„Die Corona-Krise trifft auch die Soloselbständigen sowie Kleinst- und Kleinunternehmen mit voller Wucht. Durch das Kontaktverbot fallen unzählige Aufträge weg, die kleine Unternehmen nicht kompensieren können. Auf Rücklagen können vor allem Soloselbständige in den wenigsten Fällen zurückgreifen. Deswegen begrüße ich, dass nun schnell und direkt geholfen werden kann. Die Betroffenen erhalten einmalige und nicht rückzahlbare Zuschüsse. Das ist nötig, damit nach der Krise nicht Kredite den Firmen die Luft zum Atmen nehmen.

Die Zuschüsse staffeln sich wie folgt:

0-5      Arbeitnehmer*Innen 9.000 Euro

6-10     Arbeitnehmer*Innen 15.000 Euro

11-24    Arbeitnehmer*Innen 25.000 Euro

25-49    Arbeitnehmer*Innen 40.000 Euro

Diese Maßnahme ist beispiellos doch unverzichtbar, um den kleinen Firmen eine Perspektive zu bieten. Sie machen rund 77 Prozent der Betriebe in unserem Land aus und sind damit das Rückgrat unserer Wirtschaft.

Weitere Infos über die Sofortmaßnahmen gibt es beim Landesförderinstitut unter www.lfi-mv.de

Eckwerte legen Ziele zur soliden Hochschulentwicklung fest

Um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen in der Hochschulpolitik begegnen zu können und dem Parlament entsprechende Steuerungsmöglichkeiten an die Hand zu geben, hat der Landtag beschlossen die Reihenfolge der Schritte der Hochschulentwicklung zu ändern.

EEckwerte Hochschulentwicklungrstmalig beginnt der Prozess nun mit den Eckwerten der Hochschulentwicklung, die das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur gemeinsam mit den Hochschulen erarbeitet hat. Diese Eckwerte bilden die Grundlage für die sogenannten Zielvereinbarungen mit den Hochschulen, die die Entwicklungs- und Leistungsziele der Hochschulen konkretisieren.

Auf Basis der Zielvereinbarungen wiederum erstellt jede Hochschule einen fünfjährigen Hochschulentwicklungsplan, der die Frage beantwortet wie die Entwicklungs- und Leistungsziele der jeweiligen Hochschule erreicht werden sollen.

Zusammenfassend möchte ich Ihnen wesentliche Kernpunkte der Änderungen vorstellen:

1. Finanzen

Das Gesamtbudget der Hochschulen im Land wird jährlich ansteigen. Schon die bundesseitige Verstetigung des ehemaligen Hochschulpakts führt allein zu einem jährlichen Plus von 4 bis 8 Millionen Euro.
Erfreulicherweise führt dies auch zu einer regelmäßigen Erhöhung der Tariflöhne und Besoldungen.

2. Personalentwicklung

Bisher ist es für die Hochschulen problematisch, unbefristete Beschäftigungspositionen einzurichten. Nun sind weitere unbefristete Beschäftigungspositionen durch Änderung des Wirtschaftsplans möglich. Es wurde die Anzahl der unbefristeten Beschäftigungspositionen erhöht.
Dies kann insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangel dazu führen, das Positionen, die Daueraufgaben der Hochschulen erfüllen, deutlich attraktiver werden und leichter besetzt werden können. Für die einzelnen Mitarbeiter ist es ebenfalls ein Gewinn, da dies die langfristigen Planungen der Karriere und des eigenen Lebens für die Mitarbeiter erleichtert.
Die Flexibilisierung des Stellenplans im Grundhaushalt der Hochschule schafft für die Hochschulen die Möglichkeit kostenneutral unterjährig Stellen flexibler zu schaffen, abzuschaffen oder zu ändern. Die Hochschulen können nun leichter auf sich ändernde Bedingungen reagieren. Damit stellen wir die Hochschulen zukunftssicherer auf.

3. HochschulbauEckwerte der Hochschulentwicklung 2021 - 2025

Die gesetzten Schwerpunkte im Bereich des Hochschulbaus sind beispielsweise:

  • das ULMICUM am Standort Rostock mit Bibliothek, Seminarzentrum und Sanierungen
    umliegender Gebäude,
  • die Fertigstellung des BIOMEDICUMS in Rostock,
  • die Bibliothek in Neubrandenburg und
  • der Neubau an der HMT für den Bereich Pop- und Weltmusik.
4. Gesellschaftliche Entwicklung

Die gesellschaftliche Verantwortung der Hochschulen, ihr Wissen der Gesellschaft zur Verfügung zu stellen und somit Demokratie und Toleranz, Gleichstellung und Inklusion zu fördern, ist in einer Zeit der Abkehr von Faktenwissen eine notwendige Aufgabe. Dies geschieht zum Beispiel durch das Juniorstudium, die Seniorenhochschule und setzt den Weiterbildungsauftrag somit um.

5. Studium und Lehre

Die generellen Ziele im Bereich Studium und Lehre sind die Steigerung der Qualität und Effizienz in Studium und Lehre, die Verbesserung der Auslastung der Studiengänge und die Erhöhung der Quote der Absolventen.
Fachliche Entwicklungsschwerpunkte liegen aus gegebenem Anlass auf den Bereichen:

  • Lehrerbildung,
  • Juristenausbildung,
  • Medizinern und
  • Bauingenieuren.

In diesen Studiengängen ist die Anzahl der Absolventen verglichen mit dem Bedarf des Arbeitsmarkts zu gering.
Die im Eckwertepapier angerissenen Lösungsansätze sind hier: – Optimierungen an den Hochschulen,

  • Einrichtung des Grundschullehramt in Greifswald,
  • Kapazitätserhöhungen im Grundschullehramt Rostock und
  • verbesserte Kooperation zwischen den Hochschulen des Landes

je nach Dringlichkeit des Problems.

Um geringere Abbrecherquoten, insbesondere in den ersten Semestern zu erreichen, wird: – bessere Informationspolitik für Studieninteressierte,

  • bessere Betreuung der Studierenden in den ersten Semestern und
  • beispielsweise der Schaffung eines Orientierungsstudiums

angestrebt.

6. Forschung

Die Prämisse, den Wissens- und Technologietransfer deutlich zu erhöhen ist richtig und wichtig. Der in den Hochschulen gewonnene Erkenntnisgewinn muss der Gesellschaft zurückgegeben werden und idealerweise in Kooperation mit den Hochschulen zu praktischen Lösungen für konkret bestehende Probleme führen.
Der Ansatz, die Forschung des Landes interdisziplinär unter Einbeziehung von außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu betreiben – also ein real bestehendes Problem aus unterschiedlichen Fachgebieten heraus zu betrachten – ist der richtige Ansatz. Es zeigt sich, dass möglichst heterogen besetzte Teams, die besten Lösungen entwickeln können.

7. Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

In den Eckwerten wird, zum Beispiel über die Landesgraduiertenförderung oder eine Verbesserung der kooperativen Promotionen, der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert. Dadurch werden die Hochschulen in diesem Land unter Berücksichtigung von landesseitigen Notwendigkeiten und Bedarfen zukunftssicher ausgerichtet.

 

Video meiner Rede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern vom 12.03.2020:

Rostock empfiehlt sich als Standort für Arno-Esch-Zentrum

Pressemeldung der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern:

Der Bildungsausschuss des Landtages hat heute den Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik, Roland Jahn, zu Gast gehabt.

Im Anschluss an die Sitzung erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer:

Arno-Esch-Zentrum Standort Rostock
 

„Der Bildungsausschuss hat sich ausführlich vom Bundesbeauftragten informieren lassen. Die Ausschussmitglieder der SPD-Fraktion kommen danach zu dem Ergebnis, dass sich der Universitätsstandort Rostock besonders als Standort für das geplante Arno-Esch-Zentrum eignet. Die direkte räumliche Nähe zu Wissenschaft und Forschung ist eines der wesentlichen Kriterien, das hier erfüllt wird. Die Lehramtsstudierenden in Rostock würden wie die Historiker von der Nähe zu der „Trophäe der friedlichen Revolution“, wie Roland Jahn die Unterlagen nennt, profitieren. Schließlich sind es auch die Lehrer, die die Erinnerung an das DDR-Unrecht unseren Kindern weitergeben werden.

Hinzu kommt die Forderung nach der Einbettung in historische Orte, was mit Rostock als Sitz der ehemaligen Bezirksverwaltung ebenfalls erfüllt wird. Bedenken, dass der Bürgerservice unter der Zentralisierung leiden könnte, teilen wir nicht. Die Standorte Neubrandenburg und Schwerin sollen erhalten bleiben und für Bürgeranfragen weiterhin ansprechbar sein.

Es ist nun an der Zeit, wie im Koalitionsvertrag verabredet, die Errichtung des Arno-Esch-Zentrums am Universitätsstandort Rostock in Angriff zu nehmen.“