Namensgebung der Universität Greifswald

Mitschnitt meiner Rede in der Landtagssitzung am 26.01.2018 zur Beratung des Antrages der Fraktion DIE LINKE: „Namensgebung der Universität Greifswald respektieren“

„die Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald hat sich entschieden Ihren Namen zu ändern. Eine entsprechende Änderung der Grundordnung der Universität fand im erweiterten Senat der Universität eine Mehrheit. Eine Änderung der Grundordnung der Universität erfordert eine Genehmigung seitens des Bildungsministeriums. Diese steht noch aus. Das Landeshochschulgesetz steckt für eine Namensänderung den Rahmen ab. Es steht einer Hochschule frei, über Ihren Namen zu entscheiden, wenn der Name der Stadt im Namen der Hochschule enthalten ist. […]

Solange die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Namensänderung eingehalten werden, ist es Sache der Universität Greifswald über Ihren Namen zu entscheiden!“

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Petitionsausschuss behandelt 119 Petitionen abschließend

Mitschnitt meiner Rede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern zur Beschlussempfehlung und zum Bericht des Petitionsausschusses gemäß § 10 Absatz 2 des Gesetzes zur Behandlung von Vorschlägen, Bitten und Beschwerden der Bürger sowie über den Bürgerbeauftragten des Landes Mecklenburg-Vorpommern gehalten.

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„der Petitionsausschuss hat als einziges Gremium dieses Hauses einen unmittelbaren Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern und erfährt auf diese Weise die Reaktionen der Menschen im Land auf Gesetze und Verwaltungshandeln. Er bildet sozusagen eine Brücke zur Bevölkerung.

Das Petitionsgrundrecht eröffnet den Menschen die Möglichkeit, sich an Sie – als ihre gewählten Volksvertreter – zu wenden, um Ungerechtigkeiten und Unbilligkeiten abzustellen. Um Sie, sehr geehrte Damen und Herren, nun im Einzelnen über die vom Petitionsausschuss bearbeiteten Eingaben zu informieren, legt Ihnen der Ausschuss in regelmäßigen Abständen seine Beschlussempfehlung und seinen Bericht vor. Denn erst mit Ihrem Beschluss sind die einzelnen, in der Beschlussempfehlung aufgelisteten Petitionsverfahren endgültig abgeschlossen.

Ich freue mich daher, Ihnen […] unsere Beschlussempfehlung und unseren Bericht zum Abschluss von insgesamt 119 Petitionen vorlegen zu können, die wir im Zeitraum vom 1. September bis zum 7. Dezember 2017 abschließend behandelt haben.

 

  • 99 dieser Eingaben wurden durch den Ausschuss inhaltlich im Rahmen eines Petitionsverfahrens behandelt. Hierzu empfiehlt Ihnen der Ausschuss die Sachbeschlüsse, die Sie der Sammelübersicht entnehmen können.
  • In 11 Fällen empfiehlt Ihnen der Ausschuss die Abgabe der Eingaben an den Deutschen Bundestag bzw. an das zuständige Landesparlament,
  • in weiteren 9 Fällen wurde […] von einer sachlichen Behandlung abgesehen, weil es hier an einer Einwirkungsmöglichkeit der Landesregierung und damit auch des Landtages fehlt.
  • Im Hinblick auf die 99 Sachbeschlüsse ist es in 12 Fällen möglich gewesen, dem Anliegen der Petenten in vollem Umfang zu entsprechen.
  • In 39 weiteren Fällen hat der Ausschuss Kompromisse erzielt, indem wir den Petenten alternative Möglichkeiten aufzeigen oder anfängliche Missverständnisse beseitigen konnten.“

Rede zum Untersuchungsausschuss „Wohlfahrtsverbände“

Mitschnitt meiner Rede in der Landtagssitzung am 24.01.2018 zur Erweiterung des Untersuchungsauftrags des 1. PUAs (Parlamentarischer Untersuchungsausschuss):
Aussprache gemäß § 43 Ziffer 2 GO LT zum Thema Untersuchungsauftrag des 1. Parlamentarischen Untersuchungsausschusses „Wohlfahrtsverbände“ erweitern (auf Antrag der Fraktion DIE LINKE)

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„Am 26. Januar 2017 hat der Landtag die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu den Wohlfahrtsverbänden beschlossen. Der Einsetzungsbeschluss begrenzt die Untersuchung auf die in dem Verein „LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Mecklenburg-Vorpommern e. V.“ zusammengeschlossenen Spitzenverbände.

Diese sind:

  • Arbeiterwohlfahrt Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.
  • Caritas Mecklenburg e.V.
  • Caritas Vorpommern – Caritasverband für das Erzbistum Berlin e.V.
  • Deutsches Rotes Kreuz Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Diakonisches Werk Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
  • Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V.

[…] Es ist zu konstatieren, dass der PUA selbst den Untersuchungsauftrag in Eigeninitiative weder einengen noch erweitern darf. Gegen eine Erweiterung des Untersuchungsauftrags auf den Regionalverband „DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte“ spricht Folgendes:

[…] Wollte man das Deutsche Rote Kreuz – zum jetzigen Zeitpunkt – mit in die Untersuchung einbeziehen, müsste mithin nicht nur der Rahmen der Untersuchung auf die betroffenen privatrechtlichen Vereine erweitert werden, sondern konsequenterweise auch der Bezug von Landesmitteln als Grundvoraussetzung für die Untersuchung gegeben sein. Das ist aber nicht der Fall.

[…] Die Sozialministerin Drese hatte sich am 10.01.2018 im Sozialausschuss zum aktuellen Erkenntnisstand des Ministeriums zu den Vorwürfen gegen den DRK-Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. geäußert. Nach den aktuellen Erkenntnissen und den Aussagen des DRK- Landesverbandes sind bei den im Raum stehenden Vorwürfen Landesmittel nicht betroffen, so das Fazit.

[…] Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine hinreichenden tatsächlichen Anhaltspunkte, die eine Erweiterung des Untersuchungsauftrags erlauben.

Was beim Deutschen Roten Kreuz möglicherweise schiefgelaufen sein könnte, ließe sich alles auch ohne Erweiterung des Untersuchungsauftrages des Untersuchungsausschusses aufklären. Bei einem möglichen Verstoß gegen die eigenen Statuten würde es sich eher um ein Problem des Verbandes und nicht um ein Problem des Landes handeln.

[…] Die SPD-Fraktion lehnt eine Erweiterung des Untersuchungsauftrags zum jetzigen Zeitpunkt ab.“

 

Bürger bevorzugen persönliches Gespräch, um auf Missstände hinzuweisen

Laut Bericht des Bürgerbeauftragten wurden im vergangenen Jahr 1.500 Eingaben von Bürgern bearbeitet.
Der Sprecher für Petitionen der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer dankt dem Bürgerbeauftragten für die geleistete Arbeit und stellt fest:

„Es zeigt sich auch erneut, dass bei zwei Drittel mündlich vorgetragener Petitionen, davon ein Drittel zu den Sprechtagen des Bürgerbeauftragten, die Schwelle, Petitionen schriftlich einzureichen, noch zu hoch zu sein scheint. Das zeigt uns, dass die Bürgerinnen und Bürger das persönliche Gespräch bevorzugen und damit auch mehr Bürgerfreundlichkeit verbinden.

Dabei gibt es Themen, die sich über die Jahre hinweg sowohl in den Berichten des Bürgerbeauftragten als auch beim Petitionsausschuss wiederfinden, so zum Beispiel die Ausweisung von Windeignungsgebieten. Wichtig für die Akzeptanz der Windkraft in unserem Land ist demnach, dass Eignungsgebiete für die Bürger eine feste und verlässliche Größe darstellen. Ausnahmegenehmigungen außerhalb von Eignungsgebieten müssen die Ausnahme sein und bleiben! Auch die überlange Dauer von Gerichtsverfahren kommt bei den Eingaben an den Petitionsausschuss immer wieder zur Sprache. Hier gilt es gegenzusteuern.“

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International nicht vernetzte Hochschulen verlieren Bedeutung

Der Landtag hat dem Antrag der Koalitionsfraktionen zur Internationalisierung der Hochschulen zugestimmt.

Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer begrüßt die Entscheidung:

„Wir wollen die Internationalisierung unserer Hochschulen verbessern und so ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken. Dazu soll zunächst der IST-Zustand der Internationalisierung erfasst und bewertet werden. Weitere Maßnahmen sollen daraus abgeleitet und entwickelt und dem zuständigen Ausschuss berichtet werden. Zur Anwerbung von Studierenden und Lehrkräften sollen als dritte Maßnahme bis zu 0,5 Mio. Euro bereitgestellt werden.

Die Gründe dafür sind klar: Forschung muss den aktuellen Stand des Wissens kennen. Dazu müssen Forscher ihre Arbeit international diskutieren können z.B. auf Konferenzen oder über Publikationen. Internationale Forschungsprojekte sind ebenfalls eine weitere gute Möglichkeit des Austausches.

Das hat Rückfluss auf die Lehre – den zweiten wichtigen Aspekt an Hochschulen. Internationale studentische Projekte sind eine gute Möglichkeit für Studierende, internationale Zusammenarbeit zu trainieren und dabei Fachwissen zu erlernen.

Oder sogenannte Double-Degree-Programme. Studierende können durch das Schreiben einer zweiten Abschlussarbeit an einer anderen internationalen Hochschule zwei Abschlüsse zugleich erlangen. Die vorherigen Studienleistungen werden dafür beidseitig anerkannt. Dies erhöht direkt den Marktwert der Studierenden.“

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