Landtagsdiskussion über Hochschule in Schwerin kommt zu früh

Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern:

Anlässlich der Debatte über eine öffentliche Hochschule in der Landeshauptstadt Schwerin erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer:

 

Hochschule Schwerin

„Die Hochschulen liegen diesem Land am Herzen und sind für die weitere Entwicklung des Landes essentiell. Die Landeshauptstadt diskutiert bereits die weitere Entwicklung des Hochschulstandorts Schwerin. Im Dezember wurde der Oberbürgermeister fraktionsübergreifend aufgefordert, in Gespräche zur weiteren Entwicklung des Hochschulstandortes zu führen, bei Hochschulen zu werben, Standorte in Schwerin zu etablieren und ein Entwicklungskonzept zu erstellen.

Die kommunale Ebene muss hier zunächst ihren Wunsch nach einer Hochschule in einen konkreteren Plan weiterentwickeln. Hier ist eine Vielzahl von Fragen noch offen, um z.B. Kannibalisierungseffekte zu vermeiden. Als einzige Fraktion versucht nun die Linke, dieses kommunale Thema bei dem fraktionsübergreifende Einigkeit besteht auf Landesebene zu ziehen. Dies ist nichts anderes als eine plumpe Einmischung in den kommenden Kommunalwahlkampf und wird der Sache nicht gerecht.“

 

Der Text der gesamten Rede im Landtag Mecklenburg-Vorpommern:

 

„Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren,

in ihrem Antrag fordern Sie zwei Dinge. Zum einen Verhandlungen über die Zielvereinbarung der Hochschulen frühzeitig zu beginnen und zum anderen Schwerin als Hochschulstandort zu berücksichtigen. Der Prozess zur Abstimmung der Zielvereinbarung der Hochschulen wurde bereits vom Ministerium angestoßen. Die Hochschulen sind aufgefordert ihre Anteile zu zuarbeiten die Aufforderung zum Handeln, wie Sie es in ihrem Antrag formulieren ist daher überflüssig.

Weiterhin sagen Sie in ihrem Antrag, dass eine staatliche Hochschule in Schwerin dringend erforderlich sei. Dringend erforderlich ist dies allerdings nicht – höchstens wünschenswert. Es ist ja nicht so, als wären in Schwerin derzeit keine Möglichkeiten zur Hochschulbildung vorhanden. Unsere Bildungsministerin hat Ihnen hierzu Beispiele genannt. Daher ist der Gedanke perspektivisch verständlich, aber derzeit nicht dringend. 

Die Bedeutung der Hochschulen für dieses Land hat die Ministerin ebenfalls herausgestellt. Die Hochschulen liegen diesem Land am Herzen und sind für die weitere Entwicklung des Landes essentiell. Soweit richtig.

Mir wäre es ganz recht, wenn wir erst über die Stärkung der bestehenden Hochschulen reden könnten, bevor wir die Gründung einer neuen ins Auge fassen. Im Sinne eines effizienten Mitteleinsatzes erscheint es derzeit sinnvoller den bestehenden Bestand zu stärken. Frau Hesse hat bereits unter anderem eine Erhöhung der Flexibilität beim Mitteleinsatz gesprochen.

Die Stadt Schwerin diskutiert die weitere Entwicklung des Hochschulstandorts bereits. Im letzten Jahr wurde der Oberbürgermeister, wie wir schon gehört haben, fraktionsübergreifend aufgefordert: Erstens Gespräche zur weiteren Entwicklung des Hochschulstandortes zu führen. Das hört sich schon mal anders an als in Ihrem Antrag. Zweitens, bei den Hochschulen zu werben, Standorte nach Schwerin zu verlagern oder dort zu etablieren und drittens ein Entwicklungskonzept zu erstellen.

Ihr Antrag greift einer bislang kommunal geführten Diskussion vor und zieht das Thema, unreif wie es zu diesem Zeitpunkt noch ist, auf Landesebene, wo es jetzt noch gar nicht hingehört. Die kommunale Ebene muss aus meiner Sicht zunächst ihren Wunsch nach einer Hochschule in einen konkreten plan weiterentwickeln. Hier sind eine Vielzahl von Fragen noch offen um z.b. Kannibalisierungseffekte zu vermeiden, Mitteleinsatz etc. Als einzige Fraktion versuchen Sie dieses kommunale Thema, bei dem fraktionsübergreifend Einigkeit besteht, auf Landesebene zu ziehen. Dies ist nichts Anderes als eine plumpe Einmischung in den kommenden Kommunalwahlkampf und der Sache nicht gerecht. Daher lehnen wir den Antrag ab.“

Meine Reden im Landtag Schwerin im Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/playlist?list=PLwDujCo-ZTk-4aSTT7X1COMx2DDAEFGcw

Gute Schule – Gemeinsam gestalten

Einladung zur gemeinsamen Diskussion zum Thema „Gute Schule. Gemeinsam gestalten.“ am 28.01.2019 im Gemeindehaus Sanitz, Hof Sanitz 1, 18190 Sanitz

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die SPD-Landtagsfraktion steht für gute Bildung von Anfang an. Vieles wurde bereits erreicht. Unser Bildungssystem verbessert sich stetig. Und doch stehen wir gemeinsam – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Bildungspolitik – in Zukunft vor großen Herausforderungen. Lassen Sie uns darüber reden, wie wir diese Zukunft gemeinsam gestalten und wie sich gute schulische Bildung auch im ländlichen Raum sichern lässt.

Wir laden Sie herzlich zur Diskussion „Gute Schule. Gemeinsam gestalten.“ ein. Dazu begrüßen Sie der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger, der Schulpolitiker Andreas Butzki, der Hochschulpolitiker Dirk Stamer und die Bildungsministerin Birgit Hesse am 28. Januar 2019 um 18:00 Uhr im Gemeindehaus Sanitz.

Bitte melden Sie sich bis zum 23. Januar 2019 online oder telefonisch zur Veranstaltung an.
Bei der Anmeldung können Sie bereits vorab Anregungen und Hinweise dazu geben, welche Themen Sie gerne besprechen wollen. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion mit Ihnen.

 

Programm

 

18:00 Uhr Begrüßung und Einführung Thomas Krüger, SPD-Fraktionsvorsitzender

18:10 Uhr Impulsreferat Birgit Hesse, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport

18:30 Uhr Gemeinsame Diskussion mit:

  • Bildungsministerin Birgit Hesse
  • Andreas Butzki, Sprecher für Schulpolitik der SPD-Landtagsfraktion MV
  • Dirk Stamer, Sprecher für Hochschulpolitik der SPD-Landtagsfraktion MV

19:30 Uhr Lockere Gespräche bei Imbiss und Getränken. 

 

Einladung
Wir laden Sie herzlich zur Diskussion „Gute Schule. Gemeinsam gestalten.“ ein. Dazu begrüßen Sie der Fraktionsvorsitzende Thomas Krüger, der Schulpolitiker Andreas Butzki, der Hochschulpolitische Sprecher Dirk Stamer und die Bildungsministerin Birgit Hesse am 28. Januar 2019 um 18:00 Uhr im Gemeindehaus Sanitz.

Für Fragen und weitere Infos:

Wenden Sie sich an die SPD-Landtagsfraktion MV oder nehmen Sie Kontakt auf.

Lennéstr. 1, 19053 Schwerin
Telefon: 0385 525-2302 Fax: -2338 E-Mail: schule@spd.landtag-mv.de

Rückmeldungen zu Ihrer Teilnahme bitte bis zum 23. Januar 2019
unter: www.spd-fraktion-mv.de/schule

Weihnachtspäkchen für Gefangene der JVA Waldeck

Als Anstaltsbeirat der JVA Waldeck würde ich mich freuen, wenn Sie an der Päckchenspendenaktion für die Inhaftierten teilnehmen. Da die Gefangenen weder zu Weihnachten noch zum Geburtstag Pakete von Angehörigen erhalten dürfen, ist dies ein Zeichen an die Inhaftierten, dass sie trotz ihrer Taten, Urteile und Strafen nicht vergessen sind – gerade zu Weihnachten.

Die Pakete werden durch die Gefängnisseelsorgerin und den Gefängnispastor am 24. Dezember den Gefangenen überreicht.

Weihnachtsgeschenke


Das Päckchen darf enthalten:
  • originalverpackten Kaffee, Tee oder Tabak (keine Feuerzeuge o.ä.)
  • originalverpackte Süßigkeiten, Gebäck, Hygieneartikel (ohne Alkohol, keine Spraydosen)
  • eine Grußkarte (ohne persönliche Angaben wie Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse)
  • Nicht zugelassen sind:
    • berauschende Mittel (z. B. Alkohol, Drogen, Medikamente)
    • Spraydosen
    • Feuerzeuge, Streichhölzer, Kerzen, brennbare Flüssigkeiten und verderbliche Lebensmittel.
Bei einer finanziellen Unterstützung dieser Aktion können Sie auch eine Spende überweisen auf das Konto:
  • Nordkirche Hauptbereich 2 – IBAN DE64 5206 0410 5606 5650 00 – BIC GENODEF1EK1 – Verwendungszweck: 21093000 Weihnachtsspende JVA Waldeck
  • Erzbistum Hamburg – IBAN DE37 4006 0265 0000 0051 51 – BIC GENODEM1DKM – Verwendungszweck: 583310/26420 Weihnachtsspende JVA Waldeck
Ihre Päckchen können Sie bis spätestens zum 15. Dezember abgeben:
  • in der Gemeindeverwaltung, Griebnitzer Weg 2, 18196 Dummerstorf
  • in der Ev.-Luth.Kirchengemeinde, Neubrandenburger Straße 5, 18196 Kessin
  • in der Katholischen Pfarrei Herz Jesu, Häktweg 7, 18057 Rostock (oder den Gemeindebüros)
  • in der JVA Waldeck, Zum Fuchsbau 1, 18196 Dummerstorf
Für Rückfragen stehen lhnen zur Verfügung:
  • die katholische Gefängnisseelsorgerin Frau Ursula Soumagne
    Telefon (038208) 671 71 -E-Mail ursula.soumagne@jva-waldeck.justiz-mv.de
  • der evangelische Gefängnisseelsorger Pastor Martin Kühn
    Telefon (038208) 671 70 -E-Mail martin.kuehn@jva-waldeck.justiz-mv.de

lm Namen der lnhaftierten bedanken wir uns bereits jetzt für lhre Unterstützung und wünschen lhnen und Ihrer Familie ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.

Mit freundlichen Grüßen

Anstaltsleiter: K. Gottschall – Bürgermeister: A. Wiechmann – Anstaltsbeirat: D. Stamer – Gefängnisseelsorger: U. Soumagne/M. Kühn Stellv.

Universitäten müssen Lehramtsstudiengänge überarbeiten

Mitschnitt meiner Rede in der Landtagssitzung am 21.11.2018 zur Beratung des Antrages der Fraktion DIE LINKE: „Qualität der Lehramtsausbildung umgehend verbessern“ – Drucksache 7/2742

Anlässlich der Debatte über die Lehrerausbildung an den Hochschulen des Landes erkläre ich als hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion:

 

„Aufgrund der Untersuchung von Professor Radisch mit dem Titel „Studienerfolg und –misserfolg im Lehramtsstudium“ wissen wir viel darüber, warum ein großer Teil der Lehramtsstudierenden die Ausbildung abbricht. Wie wir nun wissen, haben wir es mit Problemen zu tun, die eine universitätsinterne Lösung erfordern. Interessanterweise sind zu hohe Leistungsanforderungen nicht hauptsächlich ein Problem. Studierende die das Studium zwangsweise durch den Verlust des Prüfungsanspruchs beenden sind gering. Viel häufiger werden eine hohe Anzahl an Prüfungsleistungen und insbesondere Prüfungsvorleistungen als Gründe genannt. Dieses Problem ist sicherlich durch eine kluge Organisation lösbar. Es gibt im Lehramtsstudium in Rostock eine hohe örtliche Komplexität. Seminarorte liegen teilweise so weit auseinander, dass es nicht möglich ist, den Seminarort in der Pause zu wechseln. Dies Problem wird nun in Rostock durch die Aufgabe des Seminarorts Möllner Str. und Verlagerung in die Innenstadt angegangen.

Häufig werden auch Probleme bei den Schulpraktischen Übungen herangezogen. Wenn Studierende vormittags und nachmittags Pflichtseminare an der Uni haben und mittags eine Schulpraktische Übung, dann ist hier die Entfernung und die damit verbundene Fahrdauer zur Schule das Problem. Um eine Überlastung der Schulen an den Universitätsstandorten zu vermeiden und eine Verlagerung in den ländlichen Raum zu erreichen, hilft eine Übernahme von Fahrtkosten wie hier gerne gefordert wenig, sondern ein vernünftiges Zeit-Management. Es ist richtig zu fordern, die Studierenden im Studium besser zu betreuen, was kann das bedeuten. Denkbar ist hier z.B. eine Ampel-Status-Mail (rot, gelb, grün) die in regelmäßigen Abständen von der Studienberatung verschickt wird und die Studierenden frühzeitig auf ein Abweichen vom Verlaufsplan hinweist. Die Universitäten sind also in der Pflicht sind, Ihre Lehramtsstudiengänge zu überarbeiten. Und dies tun sie auch schon.“

Pressemitteilung der Regierung zur Studie „Studienerfolg und -misserfolg im Lehramtsstudium“ mit den Links zur Studie: http://bit.ly/2CSagGx

🎞 Youtube-Link zur Rede: https://youtu.be/qjJBe2wAejw

🎞 in meinem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC1f3zILvX3ULbJlVXyvUM0A?view_as=subscriber