Novelle des Hochschulgesetzes bringt wesentliche Verbesserungen

Erste Lesung des Gesetzentwurfes der Landesregierung
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Hochschulrechts

 

Pressemeldung der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern:

 

Der Landtag hat sich in erster Lesung mit der Novelle des Hochschulgesetzes beschäftigt.
Dazu erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Dirk Stamer:

„Ich halte den vorliegenden Gesetzentwurf alles in allem für sehr gelungen und denke, dass er die Arbeitsbedingungen an den Hochschulen, die Internationalisierung und Zukunftsfähigkeit der Hochschulen sowie Forschung und Lehre verbessern wird. Ganz besonders am Herzen liegt mir die Regelung, dass neue Arbeitsverträge mit einer Mindestlaufzeit von 3 Jahren abgeschlossen werden, wenn sie eine Promotion zum Ziel haben. Dies schafft für die Promovierenden Planungssicherheit hinsichtlich ihrer Promotion und ihrer Lebensplanung. Hier kann ich mir einen positiven Effekt auf die Zufriedenheit und somit die Qualität vorstellen. Wissenschaftliche Mitarbeiter, die mit dem Ziel der Promotion angestellt sind, sollen einen fest vereinbarten Zeitraum ihrer wöchentlichen Arbeitszeit vertraglich vereinbart für ihre Promotion aufwenden können. Dies halte ich für sehr gute Neuerung, da es leider häufiger der Fall ist, dass Doktoranden die Zeit für die eigene Promotion nicht finden, da andere Aufgaben des operativen Geschäfts sie daran hindern.

Sehr am Herzen liegt mir auch die Neuregelung bezüglich der Lehrbeauftragten, um Missbrauch und Ausbeutung zu verhindern. Die Attraktivität der Hochschulen als Arbeitgeber wird durch diesen Gesetzentwurf massiv gestärkt.“

🎞 Youtube-Link zur Rede: youtu.be/EbYzSHORXg4

🎞 in meinem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC1f3zILvX3ULbJlVXyvUM0A?view_as=subscriber

Aufgaben und Zusammensetzung der „Kommission Universitätsmedizin 2020+“

Mitschnitt meiner Rede in der Landtagssitzung am 13.09.2018 zum Antrag der Fraktion DIE LINKE: Aufgaben und Zusammensetzung der
„Kommission Universitätsmedizin 2020+“
– Drucksache 7/2568 –

Den Antrag lehnte ich als hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion ab.

 

 

📝 Der gesamte Text der Rede:

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren!

Herr Koplin, ich glaube, sie haben den Zweck der Kommission missverstanden. Diese Kommission soll kein Aufsichtsrat des Aufsichtsrats werden, sondern diese Kommission hat die Aufgabe, die Strukturen und Vorgänge der Universitätskliniken in Rostock und Greifswald zu untersuchen. Mit dem Ziel Empfehlungen für die Ministerin und die Aufsichtsräte zu erarbeiten und dabei soll insbesondere die Frage beantwortet werden, wie es gelingen kann, dass die Ökonomie vor dem Patientenwohl steht und diese Empfehlungen können dann wieder Anpassungen im Landeshochschulgesetz oder in den Zielvereinbarungen zur Folge haben. 

Was heißt das nun? Die eingerichtete Kommission soll eine neue strategische Ausrichtung der Kliniken in diesem Land erarbeiten – zum Wohle der Patienten. Das bedeutet, sie soll in die Zukunft blicken und entsprechende Verbesserungen vorschlagen Und damit dies gelingen kann, sind eigentlich zwei Prämissen ganz besonders wichtig. Und zwar Unabhängigkeit zum einen und fachliche Kompetenz zum zweiten. Und das machen Sie jetzt mit Ihrem Antrag an der Stelle jetzt fordern Sie hier, dass jede Fraktion ein Mitglied in die Kommission entsenden darf und damit verkennen Sie aus meiner Sicht die Kommission völlig – den Zweck dieser Kommission. 

(Weil in der Bildung weiß man ja: Stete Wiederholung führt zum Zweck) 

Und politische Interessen sollten aus meiner Sicht bei der Erarbeitung dieser Vorschläge nicht unmittelbar eine Rolle spielen. Sondern sie können später, wenn diese Vorschläge auf dem Tisch liegen, also der Abschlussbericht der Zwischenbericht oder auch die Gesetzesvorschläge zur Anpassung eines Landeshochschulgesetzes, dann können wir diese selbstverständlich im Landtag und in den Ausschüssen diskutieren und deswegen ist es auch an dieser Stelle falsch zu sagen, die Politik würde nicht rechtzeitig einbezogen. Sie wird da einbezogen, wo sie einbezogen werden muss.

Besten Dank.

So und zum zweiten, zu dem Punkt der Fachkunde. Bei der Besetzung dieses Gremiums da hielt ich es schon für sehr fragwürdig, ob wir hier im Landtag genug Mediziner hätten, die den Anspruch erfüllen können. Wenn man nämlich schaut, haben wir genau null – ausgebildete Mediziner. So also ihr Antrag würde aus meiner Sicht völlig die Prämissen der Kommission untergraben und zwar die Unabhängigkeit und die fachliche Kompetenz daher lehnen wir Ihren Antrag ab und ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.

🎞 Youtube-Link zur Rede: https://youtu.be/qjJBe2wAejw

🎞 in meinem YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/channel/UC1f3zILvX3ULbJlVXyvUM0A?view_as=subscriber

Tätigkeitsbericht des Petitionsausschusses 2017

In der 35. Sitzung des Landtages Mecklenburg-Vorpommerns am 26.04.2018 wurde der Tätigkeitsbericht des Petitionsausschusses für das Jahr 2017 auf Landtagsdrucksache 7/1883 vorgestellt.

Der Tätigkeitsbericht informiert jährlich über die Arbeit des Petitionsausschusses. Statistische Auswertungen und Fallbeispiele ermöglichen dabei einen kleinen Einblick in die Themen der Ausschussarbeit.

Beispielsweise wurden folgende Themen behandelt:

 

  • Vereinfachte Regelungen für die Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht
  • Kurabgaben für Tagesgäste
  • Ein alleinerziehender Vater möchte mit Hilfe des Jobcenters eine Ausbildung zum Staatlich anerkannten Erzieher machen
  • Lange Bearbeitungsdauer in einer Nachlassangelegenheit
  • Verzögerte Auslösung aus der Ersatzfreiheitsstrafe
  • Besteuerung einer der Altersvorsorge dienenden Grundstücksübertragung
  • Modernisierung des Besteuerungsverfahrens
  • Länderübergreifende Fusion von Handwerkerinnungen
  • Akustische Begrüßung der Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde
  • Vorschläge zur weiteren Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung
  • Lärmbelästigung durch Luft-Wärme-Pumpen
  • Beschulung polnischer Schüler im grenznahen Bereich
  • Abriss der Rostocker „Heinkel-Wand“
  • Tempo 30 im Wohngebiet
  • Aus einer alten Datsche soll ein energieeffizientes Ferienhaus werden
  • „Land braucht Leben“ – Landfrauen stellen Forderungen auf

Im Jahr 2017 erreichten den Petitionsausschuss 728 Eingaben. Davon wurden 56 Petitionen online unter Nutzung des auf der Internetseite des Landtages zur Verfügung gestellten Onlineformulars eingereicht, 627 Petitionen erreichten den Petitionsausschuss per Post, per Fax oder wurden persönlich übergeben (…). Gegenüber dem Vorjahr (2016: 1.626 Petitionen) stellt die Gesamtzahl von 728 zwar einen Rückgang dar, die hohe Eingabenzahl im Jahr 2016 war jedoch dem Umstand geschuldet, dass sich darunter zwei Massenpetitionen mit ca. 800 bzw. 400 Einzelzuschriften befanden.

Mitschnitt der Rede des Vorsitzenden des Petitionsausschusses Manfred Dachner:

 

Erste Landtagsfahrt des Jahres

Am 27.02.2018 war es endlich soweit! Die erste Landtagsfahrt des Jahres zum Landtag im Schweriner Schloss stand auf dem Plan.

 

Über Nacht hatte es einige Zentimeter Neuschnee gegeben. Die Nebenstraßen waren morgens um 8, als wir uns auf den Weg zum Treffpunkt in Stäbelow an der Dorfkirche machten, noch nicht geräumt. Pünktlich mit uns kam auch der Reisebus an der Haltestelle an. Die Reisegruppe mit ca. 40 Personen aus Stäbelow, Kritzmow und umliegenden Ortschaften konnte einsteigen.

 

Besucher steigen in Reisebus

Die Busfahrt war trotz verschneiter Autobahn sehr angenehm ruhig. Mit den ersten Sonnenstrahlen freuten wir uns mehr und mehr auf Schwerin. Dort angekommen, begrüßte uns ein eisiger Wind, gefrorene Seen und die Fußgängerampel mit Countdown direkt vor dem Schloss. Für das erste Gruppenfoto drängten sich alle dicht an das Tor vor dem Haupteingang, denn dort war es windstill.

Nach ein paar Metern um das Schloss und wieder zurück (Durch die Bauarbeiten am Schloss weiß man vorher nie genau, wo es tatsächlich für Besuchergruppen rein geht.), bekamen alle die Besucherausweise. Die Einführung durch Frau Walendowski vom Besucherdienst konnte beginnen. Nach spannenden Einblicken in die Zusammensetzung und Veränderungen der aktuellen Landesregierung mit ihren Fraktionen, stand die Besichtigung des Plenarsaals an. Viele Besucher waren bereits am oder im Schloss, kannten jedoch den neuen Plenarsaal noch nicht. Da zur Zeit unseres Besuchs keine Sitzung statt fand, konnten wir auch direkt in den beeindruckenden weiß-goldenen Saal gehen und sogar auf den Plätzen der Abgeordneten, Minister und Landtagspräsidentin Platz nehmen. Ein toller Arbeitsplatz – Schwerin, Schloss, Plenarsaal! Die Gesichter der Besucher waren sichtlich erhellt.

Auf in den Pferdestall

 

Kontrastreich zum hellen, modernen Plenarsaal mit der Ton- und Videomitschnitteinrichtung, den Mikros, der gleichmäßigen Beleuchtung, den großen Fenstern und Besuchertribünen, ging es nun in den Pferdestall. Das ist ein ehemals als Stall genutzter Raum im Erdgeschoss des Schlosses. Nach einer kurzen Vorstellung zur Historie des Raumes warteten alle gespannt auf die Begrüßung und Vorstellung von Dirk Stamer, dem einladenden Landtagsabgeordneten. Nach einer typisch norddeutschen Aufwärmphase sprudelten die Besucher mit Fragen und Diskussionsthemen auf ihn ein. Eine lebhafte Diskussion zu ganz unterschiedlichen Themen auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene entstand. Und natürlich durfte wegen der Aktualität auch die Große Koalition nicht fehlen.

Was bewegt die Leute aus dem Amtsbereich Warnow-West?

 

  • Kurtaxe für Anwohner in Mecklenburg-Vorpommern
  • Einfluss der AfD auf die Arbeit in den Ausschüssen
  • Vereinheitlichung des Bildungssystems
  • Digitalisierung in der Bildung
  • Abschaffung des Horts – Ganztagsschulen
  • Befristungen von Hochschulabsolventen
  • Radwege zwischen Satow und Rostock
  • Streit zwischen Rostock und Umlandgemeinden

Im Anschluss war es Zeit fürs Mittagessen im Schlosscafé. Bei Gulasch, Kartoffeln, Rotkohl und entspannten Unterhaltungen sammelten alle Energie für den Museumsbesuch im Schweriner Schloss. Die prunkvollen Räume, Gemälde, das Tafelsilber und Geschirr sowie einige Waffen beeindruckten zum Abschluss des Ausflugs noch einmal. Und bei schönstem Wintersonnenwetter verabschiedeten wir uns aus der Landeshauptstadt mit einem letzten Blick auf das goldglänzende Schloss.

Namensgebung der Universität Greifswald

Mitschnitt meiner Rede in der Landtagssitzung am 26.01.2018 zur Beratung des Antrages der Fraktion DIE LINKE: „Namensgebung der Universität Greifswald respektieren“

„die Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald hat sich entschieden Ihren Namen zu ändern. Eine entsprechende Änderung der Grundordnung der Universität fand im erweiterten Senat der Universität eine Mehrheit. Eine Änderung der Grundordnung der Universität erfordert eine Genehmigung seitens des Bildungsministeriums. Diese steht noch aus. Das Landeshochschulgesetz steckt für eine Namensänderung den Rahmen ab. Es steht einer Hochschule frei, über Ihren Namen zu entscheiden, wenn der Name der Stadt im Namen der Hochschule enthalten ist. […]

Solange die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Namensänderung eingehalten werden, ist es Sache der Universität Greifswald über Ihren Namen zu entscheiden!“

Youtube-Link zur Rede in meinem YouTube-Kanal oder direkt hier ansehen: