Pressemeldung der SPD Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern:

Die SPD-Fraktion hat über eine Corona-bedingte Verlängerung  der Regelstudienzeit beraten. Dazu erklärt Dirk Stamer, hochschulpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern

„Die Corona-Pandemie bringt auch viele Studierende in finanzielle Not. Unverschuldet schaffen sie plötzlich ihr Studium nicht mehr in der vorgeschriebenen Regelstudienzeit.  Um im Rahmen des Gesundheitsschutzes die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen,  waren auch Hochschulen und Universitäten in unserem Land zweitweise geschlossen. Die Einrichtungen haben mit ihrem Know-how schnell reagiert und in weiten Teilen auf digitale Lehre umgestellt; dennoch ist vielen Studierenden mindestens ein Semester verloren gegangen. Damit können die Betroffenen schnell in Verzug mit ihrem Studium kommen. Ist die Regelstudienzeit jedoch überschritten, würde zugleich auch das existenzsichernde BAföG wegfallen. Genau diese finanziellen Engpässe sind aber unverschuldet.“

„Die KfW-Kredithilfen der Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sind hier nicht genug und stellen keine ausreichende Unterstützung für Studierende dar. Deshalb wollen wir unseren zukünftigen Fachkräften, die wir dringend auf dem Arbeitsmarkt und in Mecklenburg-Vorpommern brauchen, helfen – und das, ohne unsere Studierendenwerke dabei mit zusätzlichem bürokratischem Aufwand zu belasten.

Wir brauchen jetzt eine Corona-bedingte Verlängerung der Regelstudienzeit. So entstünden den Studierenden keine Nachteile beim BAföG.

Dazu fordern wir den Landtag auf, das Landeshochschulgesetz entsprechend anzupassen. In Corona-Zeiten muss die individualisierte Regelstudienzeit der eingeschriebenen Studierenden um mindestens ein Semester verlängert werden. Unser Vorschlag: Die Regelstudienzeit muss auf jeden Fall um das Sommersemester erhöht werden und je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens auch noch um das Wintersemester. Den entsprechenden Antrag bringen wir daher nun als SPD-Fraktion zusammen mit unserem Koalitionspartner in den Landtag ein.“

Wir wollen den Studierenden die finanziellen Sorgen nehmen
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