Heute hat die Fraktion DIE LINKE im Landtag einen Antrag zur juristischen Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern gestellt.

Vorhandene Strukturen in der juristischen Ausbildung effizienter Nutzen

 

Richtig ist, dass die Anzahl der Absolventen der juristischen Fakultät der Universität Greifswald geringer als der Bedarf an Juristen auf dem Arbeitsmarkt des Landes ist – insbesondere vor dem Hintergrund der Anzahl an Richtern und Staatsanwälten, welche die nächsten Jahre in den Ruhestand gehen werden.

Maßnahmen zur Verbesserung der Studienqualität, sowie der besseren Zusammenarbeit beider Fakultäten wurden in der Vergangenheit bereits durch den Landtag beschlossen und sind in der Umsetzung oder geplant und in den Eckwerten der Hochschulentwicklung für die Jahre 2021-2025 enthalten. Diese werden in den bald zu führenden Zielvereinbarungen mit den Universitäten konkretisiert.

Mit Blick auf ein langfristig sinnvolles Wirtschaften ist die Wiedereinführung einer Volljuristischen Fakultät verantwortungsvoll zu bedenken. Bevor wir wieder doppelte Strukturen in diesem Land schaffen, erscheint es mir zunächst zielführender, die Ausbildung der Juristen an der Universität Greifswald zu verbessern. Dieses Vorgehen dürfte deutlich kostengünstiger und somit effizienter sein, als die sofortige Einrichtung einer Volljuristischen Fakultät an der Universität Rostock. Entsprechende Maßnahmen müssen regelmäßig geprüft, eventuell angepasst und bei Bedarf neu durchdacht werden.

Der Antrag wird daher von der SPD-Landtagsfraktion abgelehnt.

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Vorhandene Strukturen effizient nutzen
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