Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte ab 1. August 2020 beschlossen

Pressemeldung der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern:

Andreas Butzki: Gleiche Bezahlung für die wichtige Arbeit der Grundschullehrkräfte – weitere große Novelle des Lehrerbildungsgesetzes wird ab Herbst 2020 beraten

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion MV, Andreas Butzki erklärt zur heutigen zweiten Lesung zur Änderung des Lehrerbildungsgesetzes:

Andreas Butzki

„Mit der Änderung des Lehrerbildungsgesetzes kommt endlich die Höhergruppierung der Grundschullehrkräfte. Somit sind die Lehrerinnen und Lehrer aller Lehrämter finanziell gleich gestellt. Die Regelstudienzeit wird daher ebenfalls auf zehn Semester angehoben. Damit sich die Lehramtsausbildung aber insgesamt nicht verlängert, wird im Nachgang die Dauer des Vorbereitungsdienstes von 18 auf 12 Semester abgesenkt und Praxisanteile in die universitäre Ausbildung integriert.

SPD, CDU und LINKE haben damit deutlich gemacht, dass sie nicht spalten, sondern für mehr Gerechtigkeit in den Schulen sorgen wollen. Für dieses Ansinnen gibt es im Übrigen auch große Unterstützung von den Gewerkschaften und den Lehrer- und Elternverbänden. Die AfD hingegen will Grundschullehrerinnen und -lehrer auf Dauer schlechter stellen, soviel zur vermeintlichen „Alternative für Deutschland“.

Realisiert werden konnte dieser bildungs- und finanzpolitische Kraftakt von rund 18 Mio. € jährlich nur deshalb, weil unser Bundesland in den letzten 15 Jahren eine solide Finanzpolitik gemacht hat. So haben wir seit 2006 keine neuen Schulden aufgenommen und konnten den Schuletat gleichzeitig auf über 1 Mrd. € jährlich steigern. Dieses Geld müssen wir in die Hand nehmen, um die Leistung der Lehrkräfte auch finanziell zu würdigen. Sie leisten im Rahmen individueller Förderpläne maßgeblich die Umsetzung von Inklusion und legen die Grundlagen für den weiteren Bildungsweg. Im Wettbewerb um die Gewinnung von Lehrkräften können wir uns zudem keinen Nachteil für unser Bundesland leisten. Auch wenn die Höhergruppierung relativ spät kommt, gehören wir zu den ersten Bundesländern, die dieses alte Versprechen einlösen. Und wenn der Verband Bildung und Erziehung fordert „Stau auf der A13 beheben“, so können wir jetzt vermelden: Ab dem 1. August 2020 ist dieser Stau aufgelöst.

Bei der Schwerpunktsetzung im Studium ist uns der Fokus auf mehr Methodik-, Didaktik- und Pädagogikanteile sowie ein früherer Praxis- und Berufsfeldbezug sehr wichtig.

Wir ändern heute hauptsächlich die Besoldung für Grundschullehrkräfte und die Dauer des Lehramtsstudiums. Wir müssen nach der Bewältigung der Corona-bedingten Herausforderungen an den Schulen aber noch andere Sachverhalte im Lehrerbildungsgesetz regeln. Dazu gehört die Diskussion über die Organisation und Dauer aller Lehramtsstudiengänge, Schwerpunkte der inhaltlichen Ausbildung, Regelungen zum Thema Seiteneinstieg und die Organisation der Fort- und Weiterbildung. Dazu erwarten wir vom Bildungsministerium bis zum Herbst einen ersten Entwurf der großen Novellierung des Lehrerbildungsgesetzes. Im Anschluss wird es wichtige Diskussionen mit allen an Schule Beteiligten geben und im ersten Quartal des kommenden Jahres werden wir dann auch diese Novellierung beschließen.

Wir leben in einem wunderschönen Bundesland, wir zahlen den Lehrerinnen und Lehrern gute Gehälter, wir müssen den demografischen Wandel meistern und Lehrkräfte gewinnen und halten. Mit der heutigen Gesetzesänderung haben wir einen wichtigen Beitrag dafür geleistet.“

Gleiche Bezahlung für die wichtige Arbeit der Grundschullehrkräfte
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